Luftbilder zum Jahresabschluss

Zum Jahresabschluss ergab sich durch ein paar Urlaubstage die Möglichkeit, nochmals in 2015 ein paar Luftbilder zu machen. Der Wind war zwar zeitweise sehr böig und alles andere als flau, aber zwischendurch konnte ich doch auch passende Verhältnisse ausmachen und einen Drachen hochschicken. Ich versuchte zuerst eine Flow Form 1.8, doch ich hatte den tatsächlich herrschenden Wind mal wieder falsch eingeschätzt. Ein bekanntes Problem. 😉
Eigentlich wollte ich so eine Windrad-Baustelle aus der Luft fotografieren, doch es gab dort Hochspannungsleitungen, die mir bei den unberechenbaren Windverhältnissen doch zu nahe am Flugfenster vorbeiführten , sodass ich etwas weiter zum Lüner Stadthafen fuhr.
Neuer Platz, anderer Drachen und schon funktionierte es ganz prima. Der Flare war für den Wind ausreichend, um das Auto-Rig in die Luft zu befördern und vor allem es auch dort zu halten.

Luftbilder vom Stadthafen Lünen NW3
Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal in der Nähe des Stadthafens Lünen

Silvester: Luftbilder in Holthausen

Ein paar Tage später nutzte ich am letzten Tag des Jahres die tiefstehende Sonne und einen beständigen Südwest-Wind für einige Bilder des dörflichen Holthausens. Es ging mir unter anderem auch darum, die Lichtverhältnisse, die im Dezember dort herrschen mit denen im August zu vergleichen, denn zu der Zeit hatte ich schon ähnliche Bilder an gleicher Stelle aufgenommen. Und ich muss sagen, die Stimmung, die die Sonne kurz vor ihrem Untergang schaffte, hat mir gut gefallen und kommt auch auf den Bilder gut zum Ausdruck.

Luftbilder von Holthausen in der Abendsonne
Holthausen in der Abendsonne

Zwischen diesen beiden Termine habe ich mich aber auch noch an Nacht-Luftbildern versucht. Hat auch ganz gut geklappt, denke ich. Obwohl für diese Art der fotografischen Herausforderung eine P&S-Kamera wie die Canon S110 nicht ganz das optimale Gerät darstellt.

Luftbilder: Dortmund at night
Dortmund at night

Einziger schwerwiegender Fehler bei diesem Luftbild ist, dass die Kamera nicht in einer Drachenleine hing, sondern auf der Brüstung der Aussichtsplattform des Florianturmes stand.

Alle Bilder in größerer Auflösung kann man  in den entsprechenden Flickr-Alben finden.

Erster Controller-Test

Mittlerweile sind schon ein paar Tage seit Fertigstellung des Wheeler-Arduino-Controllers und der dazu gehörigen neuen Rig vergangen und so bot sich am Freitag-Nachmittag eine gute Gelegenheit, beides mal einem ersten Praxistest zu unterziehen.
Weit wollte ich nicht fahren, da um diese Jahreszeit die Sonne bekanntlich ziemlich früh untergeht. Also habe ich das Flugfeld an der Brechtener Heide aufgesucht, auf dem ich vor einigen Monaten schon ein paar Bilder machen konnte.
Die herrschende Windstärke lag bei ca. 3-4, in Böen 5 Bft, mein Delta hatte dank seiner dynamischen Spreize aber keinerlei Schwierigkeiten damit. Das geringe Gewicht der Rig war ebenso wenig ein Problem, und so konnte ich schon kurz nach meiner Ankunft mit dem Test beginnen.
Zuerst war es nach der Zeit, in der ich nur mit automatischer Rig- und Kamerakontrolle geflogen bin, für mich ungewohnt, neben der Spule noch mit einem Bediengerät hantieren zu müssen. Das legte sich aber schnell und ich begann, die verschiedenen Modi, die der Controller bietet, durch zu probieren. Alles klappte bestens, obwohl ich schon da den Eindruck hatte, dass die Auslösungen in den Sequenzen und im Automatikbetrieb sehr schnell hintereinander kamen, jedenfalls wenn man dem Display Glauben schenken konnte. Nach ca. 45 Minuten hieß es auch schon einholen, da die Sonne bald verschwunden sein würde.
Bei der Sichtung des Bildmaterial stellte sich dann tatsächlich heraus, dass nicht alle vermeitlichen Auslösungen auch Bilder geliefert haben. Die Auslösungen kommen zu schnell hintereinander und die Kamera ist noch mit der Verarbeitung des vorigen Bildes beschäftigt.
Also im Programm nach der entsprechenden Stelle suchen und den Wert verstellen. So meine Annahme. Auch nach mehrmaligem Versuch, etwas zu finden, das für die Zeit zwischen 2 Aufnahmen zuständig sein könnte, habe ich mich entschlossen, Jemanden zu fragen, der sich damit auskennt: David Wheeler. Seine sehr schnelle Antwort-Mail auf meine Nachfrage half mir sehr und beendete meine Sucherei.  War eigentlich ganz einfach. Wenn man es weiss! 😉  😀

Hier noch eines der Testbilder, weitere bei Flickr.

Brechtener Heide
Neubaugebiet Brechtener Heide in der Abendsonne

… und noch ’ne Zeche

Da sich kurzfristig gute Wetterbedingungen boten, bin ich am Freitag-Nachmittag in einer Spontanaktion zur Evinger Mitte aufgebrochen. Zwar gibt es von dieser ehemaligen Zeche im Dortmunder Norden schon Luftbilder in meinem Album, aber die sind mittlerweile fast 2 Jahre alt. Inzwischen hat man die Fläche südlich des Hammerkopfturms freigeräumt und es waren so bei der herrschenden Windrichtung erstklassige Flugbedingungen gegeben.
Der Sonnenstand versprach zusätzlich einen schöne Ausleuchtung des Turms und der ihn umgebenden Gebäude.

Hammerkopfturm
Hammerkopfturm
Evinger Mitte-Real
Evinger Mitte

Kurz bevor die Sonne dann verschwand, holte ich ein und machte mich auf den Weg nach Hause.
Fazit: schön war’s.

Weitere Bilder gibt’s im Flickr-Album.

Am Kanal und auf der Zeche

Nach gefühlt mehreren Monaten herrschten an diesem Wochenende mal wieder Bedingungen, bei denen man an sich über ein paar Luftbildaufnahmen Gedanken machen konnte: es war zwar deutlich kälter geworden, aber immerhin gab es etwas Wind und einen zeitweise nicht allzu bwölkten Himmel.
Samstag war der windschwächere Tag und nach anfänglichem Zögern habe ich mich dann doch mit dem Rad aufgemacht und bin zum Kanal, genauer gesagt zum dortigen Bootshaus, gefahren. Die örtlichen Bedingungen dort sind mir von meinem täglichen Weg zur Arbeit bestens bekannt.

Ruderclubhaus
Bootshaus am Dortmund-Ems-Kanal

Leider zog sich nach einer Stunde Flugzeit der Himmel immer weiter zu und der Wind ließ nach. Es reichte mir aber auch, da die Temperaturen doch recht gewöhnungsbedürftig waren.

Am Sonntag war der Himmel dann etwas blauer, zumindest am Mittag, und der Wind ein wenig kräftiger.
Also wollte ich mein Glück mal auf einem neuen Gelände, welches ich mir vor einiger Zeit schon mal angeschaut hatte, versuchen: dem Erin-Park in Castrop, in dem ein keltischer Baumkreis einen ehemaligen Förderturm umgibt, der an den früheren Gründer Thomas Mulvany erinnern soll.

Förderturm Erin 4
Förderturm Erin in Castrop

Zum Einsatz kamen an beiden Tagen Delta, Auto-Rig  (eingestellt auf einen Pan-Winkel von 90° und 3 Tilt-Winkel), Haugrund-Pendel  und Canon S110-Kamera mit CHDK.
Die neue RC-Rig mit Wheeler-Controller ist leider noch nicht einsatzbereit, aber nicht weil sie nicht funktioniert, sondern weil ich noch die Hardware „verbessern“ will   😆

Aber auch heute hatte ich schnell kalte Füße und kalte Hände, und als im Osten eine Gewitterfront aufzog holte ich Delta und Kamera ein.
Fazit: ein gelungenes Kap-Wochenende

Rig-Fernsteuerung auf Arduino-Basis

Mal wieder ein neues Projekt:
Inspiriert durch einen Beitrag von David Wheeler im amerikanischen Luftbildforum, in dem er seine Version einer überarbeiteten Rig-Fernsteuerung vorstellt, habe ich beschlossen, mich an diesem kleinen und für den Wiesen-/Strandeinsatz bestens geeignetem Bediengerät zu versuchen. Zum Glück liefert David eine ausgezeichnete Dokumentation seiner Arbeit inclusive aller verwendeten Bauteile, Bezugsquellen und Programme. Vielen Dank dafür und natürlich für seine großartige Arbeit, die in diesem Projekt steckt.

So sieht es zur Zeit (Mitte Oktober) aus

RC-Controller ohne Transmitter
Rig-Fernsteuerung auf Arduino-Basis-versuchsweise zusammengesteckt

Es fehlt noch die bei Hobby King bestellte und sich auf den (See-)Weg befindliche Fernsteuerung und eine passende RIG, die ich aber schon auf dem Reißbrett, oder sagt man neuerdings Display, habe.

Neuer Stand (29.10.2015):

Wheeler-Controller-front
komplett montiert und eingeschaltet

Weiter mit einer Baubeschreibung und ein paar Erklärungen geht es hier.

Drachenfest Lünen 2015

Meine Teilnahme an Drachenfesten beschränkt sich meist darauf, über das Gelände zu bummeln und kurze, manchmal auch längere Gespräche mit dem einen oder anderen Drachenfliegern zu führen.
In diesem Jahr wollte ich die in Lünen geltende Höhenfreigabe nutzen und Luftbilder aus etwas größerer Höhe machen.
Der Samstag begann ziemlich diesig, aber als am frühen Nachmittag die Sonne durchkam nutzte ich die Gelegenheit, den Delta bei ca. 3-4 Bft aus ONO hoch zu lassen.

Drachenfest Lünen
Blick über die Drachenwiese
Kohlekraft
Blick auf das Steag-Steinkohlekraftwerk

friedlich nebeneinander
friedlich nebeneinander
Windräder
Bols

Ein paar Boden-Bilder gibt es aber auch:

Nachdem am Sonntag auch mein 2. Versuch scheiterte, das Colani-Ei in Lünen-Brambauer aufzunehmen, wollte ich eigentlich nochmals das Drachenfest auf den Lippewiesen besuchen, der dort herrschende Besucherandrang mit all seinen Begleiterscheinungen veranlasste mich jedoch sehr schnell, das Weite zu suchen und nach Hause zu fahren.

Zufallstreffer

oder der erfolgreiche Umgang mit dem Unplanbaren.
So jedenfalls heißt ein Buch von Jens Braak und der Titel trifft „zufällig“ genau auf das Ergebnis meines kurzen Ausfluges an den Dortmund-Ems-Kanal zu.
Zuerst hier das Ergebnis:

Unter der Brücke
Unter der Brücke

Nun zur Entstehung: Ziel meines heutigen Ausfluges zum Dortmund-Ems-Kanal in Dortmund-Schwieringhausen war es, den Kanal, eine Brücke über den Kanal und die den Kanal säumenden Baumreihen aus der Luft aufzunehmen. Da wir stetigen Ostwind hatten bot sich eine Wiese direkt an der Brücke dazu besonders an. Leider liegt diese Wiese aber so tief, dass man von dort den Kanalverlauf und somit eventuell vorbeikommende Ruderboote oder Schiffe nicht frühzeitg sehen kann.
Nach einigen Schwierigkeiten, bei meiner einstellbaren Auto-Rig das richtige Programm auszuwählen und es am laufen zu halten-warum weiß ich leider auch nicht- entschloss ich mich zu einer statischen Einstellung mit fester Richtung und festem Tilt-Winkel. Nachdem die Rig wieder in der Luft war, konnte ich unter der Brücke die Aufbauten eines Schiffes sichten. Jetzt schnell noch etwas Stellungskorrektur am Boden -ich bewege mich etwas mit dem Schiff mit- und dann hoffen, dass die Kamera die Szene im Kasten hat.
Hatte sie – zu meiner großen Freude.

Ein zweites Bild gab es noch zusätzlich.

Kanalbrücke
Dortmund-Ems-Kanal

Eine gute Vorbereitung

sollte eigentlich schon sein, wenn man Luftbilder machen will.
Gestern wollte ich die neulich umgebaute Auto-/RC-Rig ausprobieren und bin zum Testgelände nach Holthausen gefahren. Der Wind war nicht ganz so böig wie den Tag zuvor und so stand der Flare ziemlich ruhig am Himmel und entwickelte auch den notwendigen Zug, um diese Rig in die Luft zu befördern. Immerhin ist die Halterung mit 490 Gramm Gewicht (ohne Kamera) mein schwerstes Exemplar. Als ich die Fernbedienung einschaltete, merkte ich aber leider, dass die Akkus leer waren. 😯
Aber immerhin hatte die Rig ja noch den Automatikmodus, so dass einige Aufnahmen möglich waren, die es wie immer im Flickr-Album zu sehen gibt.
Hier schon mal 2 Aufnahmen von gestern.

Dortmunder Herbst 4Dortmunder Herbst 2

Tetraeder Bottrop

„Der Tetraeder krönt die Halde Beckstraße
Sie ist eine der größten Halden im Ruhrgebiet und als „Haldenereignis Emscherblick“ mittlerweile Kult. Aus dem „Monte Schlacko“, der Halde Beckstraße wurde eine nicht zu übersehende Landmarke.“

So beginnt auf der Seite von metropoleruhr.de die Beschreibung des Tetraeders in Bottrop.
Genau diese Halde war am vergangenen Samstag das Ziel unseres Kap-Ausfluges. Vorrangig wollten wir mal vor Ort überprüfen, ob sich die Verhältnisse so wie in diversen Beschreibungen darstellen.
Tetraeder 1Der Tetraeder steht auf eine Halde von 90 Metern Höhe. Über eine frei schwebende Treppe gelangt man zur ersten Plattform, die sich in 18 Metern Höhe befindet. Schon von hier kann man eine großartige Aussicht auf das Ruhrgebiet genießen. Aber es geht natürlich noch weiter: eine steile Leiter führt auf die nächste Plattform in 38 Metern Höhe. Weiter nach oben geht’s, sofern man möchte, über eine kurze Wendeltreppe zur höchsten Plattform, die leicht gekippt an Stahlseilen hängt. Tetraeder DetailDie Plattformen und Treppen bestehen aus Lichtgittern und Lochplatten mit freiem Blick nach unten. Der Mut, es ganz nach oben geschafft zu haben,  wird mit einem sensationellen Ausblick ins Ruhrgebiet belohnt.
Halde Beckstrasse-Boden-Blick nach Süden

Als wir dort waren, herrschte Wind, der mit 2-3 Bft aus NNO wehte und Sonnenschein. Verhältnisse, die das Fliegen des Deltas inclusive der Rig und das Aufnehmen von Luftbildern durchaus ermöglichten. Man muss jedoch auf die zahlreichen anderen Besucher Rücksicht nehmen, zumal man bei dieser Windrichtung nicht den kompletten Bereich nutzen kann, weil der Drachen quer zu längsten Ausdehnung fliegt. Ideal wäre Westwind gewesen. Aber auch so waren wir äußerst zufrieden mit diesem Kap-Ausflug.

Wir werden sicherlich bei guten Bedingungen nochmals wiederkommen und weitere Bilder machen.

KAP-Woche Nordsee

Auch dieses Jahr habe ich im September mal wieder eine Woche Urlaub an der Wurster Nordseeküste, genauer in Dorum-Neufeld, verbracht. Bis auf das erste Wochenende, an dem der Wind ziemlich stürmisch daher kam, konnte ich jeden Tag Luftbildaufnahmen machen. Ziele gibt es in der Gegend ja genug und aus den letzten 2 Jahren hatte ich noch so manches Motiv auf meiner Wunschliste.

Montag: Leuchtturm „Kleiner Preuße“ am Kutterhafen in Wremen
Kleiner Preuße Wremen 1Wremer Watt 2

Dienstag: Bojenbad in Cuxhaven-Altenbruch
Altenbruch-Schiff auf der Elbe

Mittwoch: Container-Terminal BremerhavenCT-Bremerhaven0

Donnerstag: Leuchtturm Obereversand in Dorum-Neufeld
Obereversand3Obereversand_Detail

Freitag: Kutterhafen und Bad in Dorum-Neufeld
Kutterhafen 1Watt'n Bad

Weitere Bilder findet Ihr auf Flickr.